Partnergemeinde Szentbékkálla (HU)

Fotogalerie

             

  

 

 


Aktuelles

Dorf.JPGDen Reisebericht vom 11. - 20. September 2013 nach Ungarn ersehen Sie hier

Den Bericht über die Renovation des Kulturhauses ersehen Sie hier.

Den Bericht über das Sanierungsprojekt des Gemeindezentrum ersehen Sie hier.

An den Kulturtagen vom Juni 2012 bewirtete der Verein die Gäste mit einem Gulasch, was von allen geschätzt wurde.

Den Bericht über den Frauenbesuch vom 8. - 16. November 2012 in Dürnten ersehen Sie hier

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Aktivitäten in der GemeindepartnerschaftFaehnlein.JPG

Das ungarische Dorf Szentbékkálla ist seit  2001 Partnergemeinde von Dürnten. 
Es findet jährlich ein Austausch mit unterschiedlichen Inhalten statt.

2010 Gründung eines Vereins Szentbékkálla-Dürnten
Den Pressebericht ersehen Sie hier.

2001 Behördenbesuch in Szentbékkálla zur Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens.  
Den Pressebericht aus dem Zürcher Oberländer ersehen Sie hier.


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Am 15. August 1998 fragte der Gemeinderat von Szentbékkálla schriftlich an, ob sich die Gemeinde Dürnten eine Partnerschaft mit ihnen vorstellen könnte. Sie suchten eine Gemeinde im deutschen Sprachraum in Westeuropa. Die Gemeinde sollte nicht allzu gross sein, mit wenig Industrie, dafür umso mehr Landwirtschaft. Ebenfalls erhofften sie sich Anregungen und Hilfe im Aufbau demokratischer Gemeindestrukturen. Im April 2001 reiste eine Delegation von Dürnten in das ungarische Dorf, wo in einem feierlichen Akt das Partnerschaftsabkommen zwischen den beiden Gemeinden unterzeichnet wurde. In den folgenden Jahren fanden regelmässige Besuche von Gemeindevertretern und Schulklassen in Dürnten und Szentbékkálla statt. 2008 wurde in einer grossen Aktion Geld für die Orgelrenovation in der Kirche von Szentbékkálla gesammelt. An der Chilbi waren sogar einige Vertreter aus Ungarn anwesend und verteilten Süssigkeiten und schenkten Wein aus.

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Der Verein Szentbékálla-Dürnten

2009 besuchte wieder einmal eine Reisegruppe aus Dürnten die Partnergemeinde in Ungarn. Dabei wurde den Teilnehmern bewusst, dass die bald zehnjährige Partnerschaft die Schwellen der Gemeindehäuser nie wirklich überschritten hatte, resp. bei der Dürntner Bevölkerung unbekannt war. Aus der Idee wurde ein Projekt und mit dem Segen des Gemeinderates wurde am 28. August 2010 der Verein Szentbékkálla-Dürnten gegründet. Der Verein nimmt aktiv am kulturellen Leben von Dürnten teil (Neujahrsapéro, Kulturtage, Neuzuzügertag usw.) und sammelt mit kleinen und grösseren Aktionen Geld für die Partnergemeinde. Dank der Unterstützung aus Dürnten konnte im Jahr 2011 die Aussenfassade des Kulturhauses renoviert werden.

Der Verein umfasst momentan 30 Mitglieder. Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen (Unterlagen und Anmeldung bei Herrn Schmid (E-Mail))

Der Verein steht auch in Verbindung mit der Gemeinde Sirnach (TG), die ebenfalls eine ungarische Patengemeinde unterstützt (E-Mail).

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Das ungarische Dorf

Szentbékkálla liegt eingebettet im Kalibecken, rund 10 km nördlich des Plattensees und ca. 100 km südwestlich von Budapest – eine herrliche weitläufige Landschaft, gesegnet mit einem milden, mediterranen Klima. Die ca. 250 Einwohner betreiben Wein-, Obst- und Ackerbau oder führen kleine Pensionen. Das in alten Dokumenten erstmalig im 13. Jahrhundert erwähnte Dorf besteht im Kern aus Häusern des 18. und 19. Jahrhunderts. Im Sommer 2012 wurden alle Häuser an eine zentrale Kanalisation angeschlossen.

Seit 1984 ist das Kalibecken Naturschutzgebiet, ein von den Schäden der modernen Zeit fast unberührtes archaisches Land. Hier sind Feigen, Mandeln, Kastanien, Lavendel und Rosmarin beheimatet. Mit der submediterranen Vegetation gedeihen hier Steinwacholder, Heidekraut und Flechtenmoor. Interessant ist das Zusammentreffen von Alpen- und Atlanktikvegetation. Auch Wildenten und Gänse, Löffelreiher, Schwarz-störche und Fischerfalken fühlen sich hier heimisch. Ganz in der Nähe von Szentbékkálla liegt das «Steinerne Meer»; Steine und Felsen liegen so, wie wenn sie ein Riese verstreut hätte. Es ist ein Rätsel, woher die über einer 8 Meter dicken Sandschicht liegenden riesigen Felsbrocken kommen.

Das Haus des Balatonhochlandes ist aussen klein und innen geräumig. Es wird immer mit der Schmalseite zur Strasse erbaut. Sein Archetyp ist der Weinkeller, der früher und auch heute noch sein Allerheiligstes ist. Die Verputzornamente an der Fassade sind einfach bis überschwänglich. Die Krone dieser Kunstgattung ist das Istvándi-Haus in Szentbékkálla. 

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Die Gemeinde Szentbékkálla mit über 250 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt im Herzen des Kàl-Beckens am Fusse des Weingebiets Kishegy rund 100 Kilometer von Budapest entfernt.

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Sehenswürdigkeiten

Wasserrad.JPGSehenswürdigkeiten sind unter anderem die Kirchenruine Tötös-Kàl, die Ruine des Bischofspalastes von Veléte und ein vom Bischof von Eger, Graf Kàroly Eszterhàzy, gebautes Kirchendenkmal. Bekannt ist das auf 300 Meter Höhe gelegene Szentbékkálla auch wegen des Kôhegy, eines Steinbergs mit Felsen von Hausgrösse. In der Nähe der Kraterseen des Schwarzbergs steht ein Aussichtsturm. Von dort aus können Touristen das wundervolle Panorama des Kàl-Beckens und des Plattensees (Balaton), des grössten Binnensees von Mittel- und Osteuropa, geniessen.

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Land und Leute

Das Balatonhochland gehört dem Mediterranbereich an.  Es scheint, man nähert sich einer lichteren und wärmeren Erde. Das Licht durchstrahlt den Menschen und leuchtet in die Dinge, lichtdurchflutet ist auch das Aroma des Obstes.
Die Menschen aus dem Kál-Becken sind echte Südländer. Ein Weinvolk, wie der Philosoph und Schriftsteller Béla Hamvas sagt. Lebenslustig und gastfreundlich. 

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Fauna und Flora

Seit 1984 ist das Kál-Becken Naturschutzgebiet, ein von den Schäden der modernen Zeit fast unberührtes archaisches Land. Hier sind Feige, Mandel, Maronenbaum, Lavendel und Rosmarin beheimatet. Mit der submediterranen Vegetation gedeihen hier Steinwachholder, Heidekraut und Flechtenmoor. Interessant ist das Zusammentreffen von Alpen- und Atlantikvegetation. Auch Wildenten und Gänse, aber auch Silber- und Löffelreiher, Schwarzstörche und Fischerfalken fühlen sich hier heimisch.

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Geschichte

Die Römer haben schon früh entdeckt, dass die Provinz Pannonia ein sehr beliebtes Land gewesen sein musste. Nach der Völkerwanderung siedelte sich in den neunziger Jahren des neunten Jahrhunderts einer der Führer der landnehmenden Ungarn, Kál horka, mit seinem Stamm hier an. Seither ist eine ständige ungarische Nachfolge gegeben.
Die rings um den Beckenrand gebauten kleinen Dörfer, so auch Szentbékkálla, trägt seinen Namen.

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Die Bebirok

Die selbst als Ruinen majestätischen Häuser blieben nicht lange verlassen. Intellektuelle und Künstler aus den Städten begannen sie als Sommervillen aufzukaufen. Sie, die hier Bebirok genannt werden, retteten mehr als 100 Volkskunstdenkmäler für die Nachwelt. Es erwachte das traditionelle Handwerk des Maurers und Schilfrohrdeckers wieder zu neuem Leben, es wurden neue Häuser im alten Stil gebaut.
Im Jahre 1979 konstituierte sich der Verein der Freunde vom Kálgebiet, der dann später in die Kál-Becken-Umweltschutzgesellschaft umbenannt wurde. Auf ihre Initiative hin erklärte man die bewahrten Landschaften und Dörfer zum Naturschutzgebiet.

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Steine

Im Kál-Becken ist alles aus Stein. Es ist ein Rätsel, woher die über einer 8 Meter dicken Sandschicht liegenden riesigen Felsbrocken kommen, als hätte ein Riese sie hier verstreut. Zur Jahrhundertwende gab es noch viele Reste der sich über ein grosses Gebiet erstreckenden Steinbuckel, des heute geschützten Steineren Meeres in Szentbékkálla.

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Häuser

HausJPGDas Haus des Balatonhochlandes ist aussen klein und innen geräumig. Sein Archetyp ist der Weinkeller, der früher als das Haus gebaut wurde und auch heute noch sein Allerheiligstes ist. Der Keller befindet sich unter der Erde, aber sobald man ihn betritt, dehnt er sich zur Kathedrale aus. Die Verputzornamente an der Fassade sind eine Kunst der Sonne. Die Krone dieser Kunstgattung ist das Istvándi-Haus in Szentbékkálla.

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Wein

Hier ist die Heimat des Weissweines. Wein von Badascony, Wein vom Balatonhochland - dies sind jedoch nur oberflächliche Bezeichnungen. Jeder ortskundige Weintrinker weiss, dass der Wein in jedem Weinberg ein anderer ist und sich jahrgangsweise verändert. Der Wein kann richtig nur dort  genossen werden, wo er gedeiht. Mit dem Weinheber aus dem Fass geholt, kellerkalt, aus einem Glas, das niemals gewaschen, sondern stets nur mit Wein ausgespült wurde,  von den Worten des Weinbauers begleitet.