Landschaftsentwicklung

Landschaftsentwicklungskonzept (LEK)

Im Sommer 2003 hatte der Gemeinderat die Erarbeitung eines kommunalen Landschaftsentwicklungskonzeptes (LEK) gutgeheissen. Das LEK umfasst die folgenden Themengebiete:

  • Gewässer, Quellen, Bäche
  • Siedlungsökologie und Siedlungsqualität 
  • Natur- und Landschaftsschutz
  • Land- und Forstwirtschaft
  • Erholung.

Mit der Umsetzung des Landschaftsentwicklungskonzeptes wurde eine Kommission die dem Ressortleiter Schutz + Sicherheit unterstellt ist, beauftragt. Anhand des durch die Kommission erarbeiteten Konzeptes "Naturnahe Gestaltung und Pflege" werden zu definierten Zielen fortlaufend Massnahmen umgesetzt.

Vernetzungsprojekt

Im Rahmen des Landschaftsentwicklungskonzeptes wurde für die Landwirtschaft ein Vernetzungsprojekt gemäss Öko-Qualitätsverordnung (ÖQV) erarbeitet. Gestützt auf die ÖQV können Bewirtschafter für ökologische Ausgleichsflächen, die in einem vom Kanton genehmigten Vernetzungsprojekt bezeichnet sind, Zusatzbeiträge erhalten. Damit sollen die ökologischen Ausgleichsflächen an ökologisch und geografisch sinnvollen Standorten gefördert werden.

Die Gemeinde Dürnten und die beteiligten Landwirte wollen ihre wertvolle und abwechslungsreiche Landschaft als Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen erhalten und aufwerten. Als Leitgedanke dienen folgende übergeordneten Ziele:

  • Die charakteristischen Tier- und Pflanzenarten der Gemeinde erhalten und fördern;
  • Mit der zielorientierten Vernetzung die ökologischen Ausgleichsflächen an geografisch sinnvollen Standorten anlegen, bewirtschaften und ausweiten;
  • Eine attraktive und abwechslungsreiche Landschaft für die Gesamtbevölkerung erhalten, pflegen und fördern;
  • Menschen mit unterschiedlichen Ansprüchen und Bedürfnissen an die Landschaft durch eine optimierte Informationspolitik miteinander vernetzen.

Die verbesserte Vernetzung von ökologisch wertvollen Strukturen wird vorwiegend durch eine extensivere Bewirtschaftung, neue Pufferzonen, eine ökologische Aufwertung der bestehenden Vegetation und mit neuen Trittsteinbiotopen erreicht. Der Übergang zwischen Kulturland und Wald sowie Feucht- und Trockenstandorten wird ökologisch verbessert. Trocken- und Feuchtstandorte werden in ihrer Grösse und Qualität erhalten. Hecken, Feld- und Ufergehölze und Hochstammobstbäume werden vermehrt und sollen an ökologischer Qualität gewinnen. Der prozentuale Anteil der ökologischen Ausgleichsflächen an der landwirtschaftlichen Nutzfläche soll erhöht werden. Kreuzkröte, Geburtshelferkröte und Gelbbauchunke können sich wieder ansiedeln und finden ihren verlangten Lebensraum. Die Bestände der Libellen und Heuschrecken sowie Feldhasen und Feldlerchen werden gesichert und erhöht.

Mit einer erfolgreichen Umsetzung des Vernetzungskonzeptes werden die ökologischen Defizite in der vielfältigen und strukturreichen Dürntner Landschaft behoben. Seit 2005 gibt es in Dürnten ein Vernetzungsprojekt. Derzeit läuft die dritte Projektetappe (2017 - 2024).