Pressemitteilung des Gemeinderates Dürnten
Die Zürcher Gemeinden Dietikon, Dürnten, Uster, Wald, Wetzikon und Zell ZH sowie Gossau SG und Rapperswil-Jona SG haben letztes Jahr an einer Zuzügerbefragung teilgenommen. Das Hauptziel war herauszufinden, wieso Personen in eine Gemeinde ziehen.
Wieso zieht man in die Gemeinde Dürnten?
Letztes Jahr führte das Statistische Amt des Kantons Zürich als Pilotprojekt in acht Gemeinden der Kantone Zürich und St. Gallen eine einjährige, umfassende Befragung der Zu- und Wegziehenden durch. Ziel war es, etwas über die Hintergründe der Zu- und Wegzugsentscheide zu erfahren, um strategische Entscheide in den Gemeinden zu unterstützen. Dabei interessierte nicht nur, wer aus welchen Gründen in eine bestimmte Gemeinde zuzieht und wie sich diese Gründe in verschiedenen Gemeinden unterscheiden, sondern auch, ob es bestimmte wiederkehrende Muster hinter solchen Zuzugsentscheiden gibt und wie diese mit dem Willen, sich in der Gemeinde langfristig niederzulassen und zu engagieren, zusammenhängen.
Erholungswert und Attraktivität für Familien stehen in Dürnten im Vordergrund
Dürnten weist eine vergleichsweise hohe Attraktivität für Zuziehende mit Kindern auf. Das gute Betreuungsangebot und die Schulen werden wesentlich öfters als Zuzugsgründe genannt als in den anderen Gemeinden. Demzufolge ist der Anteil der Familien bei den Zuziehenden auch überdurchschnittlich hoch. Veränderungen in der Familiensituation (z. B. Kinder, Partnerschaft, Scheidung) sind ebenfalls ein massgeblicher Zuzugsgrund nach Dürnten. Dabei sind es vor allem Familien, aber auch Paare – eventuell mit Kinderwunsch, die eine solche Veränderung als ausschlaggebend bezeichnen. Der Erholungswert und die sozialen Aspekte werden ebenfalls überdurchschnittlich oft als Zuzugsgründe genannt. Unter den sozialen Aspekten versteht man unter anderem die Nähe zu Freunden und Familie. Dies ist auch ein Hinweis darauf, dass Zuzugsentscheide in den allermeisten Fällen verknüpft sind mit Faktoren wie Familie, Herkunft und Arbeitsplatz – Faktoren, die von den Gemeinden fast nicht beeinflusst werden können. Günstige Immobilien haben im Vergleich zu den anderen Gemeinden weniger Bedeutung, trotzdem bleibt Dürnten auch preislich attraktiv.
Unterdurchschnittlich anziehend in Dürnten sind vor allem die Bereiche Angebot (Kultur, Sport- und Freizeit, Aus- und Weiterbildung, Einkauf- und Dienstleistungen, Anbindung an den öffentlichen Verkehr), Arbeitsweg und Steuern. Im Vergleich zu Rapperswil-Jona wird Dürnten eher selten als „Wunschwohnort“ bezeichnet, obwohl der Zuzug doch häufig mit der Absicht eines längeren Verbleibs erfolgt. Von den Wegziehenden wird Dürnten im Rückblick als sehr positiv bewertet.
Vergleichsdaten 2011
Die Resultate dieser Umfrage haben gesamthaft wenig überrascht, mehrheitlich wurden die bisherigen Annahmen und Einschätzungen bestätigt. Das Statistische Amt des Kantons Zürich plant, diese Befragung im kommenden Jahr erneut durchzuführen – dann dann aber mit noch mehr beteiligten Gemeinden, damit der Gemeindevergleich noch aussagekräftiger wird.
Der gesamte Bericht der Zuzügerbefragung 2009 kann hier eingesehen werden.
Für Auskünfte steht die Gemeindeschreiberin Brigit Frick (Tel. 055 251 57 05) gerne zur Verfügung.