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Vorkommen der invasiven, gebietsfremden Ameisenart Tapinoma magnum in Tann

30. April 2026

Im Frühjahr 2026 hat das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) des Kantons Zürich in Tann einen Befall der invasiven Ameise Tapinoma magnum festgestellt.

Tapinoma magnum stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und die Verschleppung geschieht üblicherweise mit dem Pflanzenhandel über das Verschieben von Erde und Pflanzen. Diese invasiven Ameisen schädigen verschiedene Schutzgüter. Sie bilden sogenannte Superkolonien, ein grosses Netzwerk bestehend aus kooperierenden Nestern mit zahlreichen Königinnen. Ohne Gegen-massnahmen beeinträchtigen sie die Biodiversität, indem sie andere einheimische Ameisen und weitere Insekten verdrängen bzw. fressen. Sie kommen in sehr grosser Anzahl vor und treten innerhalb und ausserhalb von Gebäuden auf, wo sie zu Belästigungen führen. Weiter können sie Schäden an Gebäuden und Infrastruktur verursachen.

Ist der Bestand noch nicht zu gross, kann er mit geeigneten Massnahmen wieder beseitigt werden. Die Gemeinde Dürnten hat die Bekämpfung des Bestandes in Tann durch ein Schädlingsbekämpfungs-unternehmen bereits eingeleitet.

Wie erkennt man invasive Ameisenarten der Gattung Tapinoma?

Die Ameisenart Tapinoma magnum kann anhand der folgenden Eigenschaften erkannt werden:

  • kleine, vollständig schwarze Ameisen
  • treten massenhaft auf und wirken störend
  • im Vergleich zu einheimischen Ameisen reagieren sie auf Störung ihrer Nester besonders empfindlich
  • sind relativ aggressiv und beissen
  • sind draussen bereits sehr früh im Jahr aktiv
  • sind teilweise über den Winter hindurch in Gebäuden aktiv
  • beim Zerdrücken der Ameisen entsteht ein Geruch von Nagellack
  • in einer Ameisenstrasse treten unterschiedliche Grössen von Arbeiterinnen auf (2 bis 5 mm)
    Tapinoma magnum, Claude Lebas
    Tapinoma magnum. A. Bellersheim, SMNS

    Falls Sie auf Ihrem Grundstück Ameisen beobachtet haben, die die genannten Eigenschaften aufweisen, melden Sie dies bitte der Neobiota-Kontaktperson der Gemeinde Dürnten, Daniela Baumberger (Tel. 055 251 57 46, daniela.baumberger@duernten.ch).